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SBB Cargo Schweiz verkauft gesamte Re 482 Flotte

31 Lokomotiven des Typs Re 482 werden an Nordic Re-Finance verkauft. Die SBB Cargo Schweiz hat den Verkauf der gesamten Re 482 Flotte bekanntgegeben.

Die Lokomotiven sind aber weiterhin auf der Nord-Süd-Achse zwischen Deutschland und der Schweiz zu sehen.

In den Jahren 2004 und 2005 wurden die Lokomotiven für den Einsatz auf der europäischen Nord-Süd-Achse beschafft.
Ab 2010 wurden sie an SBB Cargo International vermietet.

Die SBB Cargo Schweiz möchte ihren Fokus auf die eigene Flotte richten und verfolgt das Ziel, bis 2040 das komplette Rollmaterial zu erneuern und die Typenvielfalt dabei zu reduzieren. Heute sind bei ca. 200 Streckenlokomotiven sechs verschiedene Typen im Einsatz. In Zukunft soll nur noch ein Typ des Herstellers Stadler Rail Valencia S.A.U. eingesetzt werden.

SBB Cargo Schweiz erwartet dadurch eine Senkung der Betriebskosten um rund 60 Prozent.
(Quelle: Bahnblogstelle)

Die größte Fahrplanumstellung der Schweiz seit 20 Jahren

14. Dezember 2025

Wenn heute der neue Fahrplan der Schweizer Bahnen in Kraft tritt, bedeutet dies, dass die jahrelangen Infrastrukturverbesserungen, die Anstrengungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und auch das Engagement der SBB nun konkret in einer umfassenden Fahrplanumstellung Realität wird.

Im Einzelnen.

  • Verbesserungen im Fernverkehr ab Basel
    Der stündliche IC-Durchgangsverkehr zwischen Basel und Lausanne über Delémont und Biel/Bienne wird wieder aufgenommen.
    Der Abschnitt zwischen Basel und Biel/Bienne wird in Zusammenarbeit mit der BLS im Halbstundentakt bedient, wodurch die Verbindungen in der Nordwestschweiz und darüber hinaus verbessert werden.
  • Stündliche Zugverbindungen nach Chiasso
    Die alpenquerende Anbindung wird weiter verbessert.
    Mit zusätzlichen EuroCity-Zügen und der Verlängerung der IC2-Strecke von Lugano nach Chiasso wird es eine stündliche Verbindung zwischen der deutschsprachigen Schweiz und Chiasso geben.
  • Mehr Züge zwischen Graubünden und Zürich
    Die IC3-Verbindung zwischen Chur und Zürich verkehrt an Werktagen von 06:00 bis 20:00 Uhr im Halbstundentakt.
    Zusätzlich verkehren am Wochenende alle zwei Stunden fünf Direktverbindungen zwischen Genève-Aéroport, Bern, Zürich und Chur.
  • Verbesserte Verbindungen nach Italien
    Zwei zusätzliche Züge pro Tag zwischen Zürich und Mailand in beiden Richtungen.
    Die Direktverbindung nach Bologna wird bis Florenz verlängert.

    (Zwischen Juni und September können Einschränkungen gegeben sein durch Bauarbeiten in Italien)
  • Verbindungen nach Deutschland
    Direkte ICE-Züge zwischen Brig und Deutschland.
    Zwischen Chur und Deutschland verkehren nun täglich vier Direktzüge.
    Die Giruno-Züge der SBB verbinden zweimal täglich Basel mit Hamburg in beiden Richtungen.
    Einige bestehende EuroCity-Verbindungen zwischen Zürich/Interlaken Ost und Dortmund/Hamburg werden eingestellt.
    Auf der Strecke Stuttgart–Schaffhausen–Zürich wird jeder zweite Zug aus Stuttgart in Singen enden, wobei ein spezieller Ersatzzug aus Schaffhausen eine zuverlässige halbstündliche Verbindung nach Zürich aufrechterhält.
  • Neue ÖBB Nightjet-Züge auf der Strecke Zürich–Hamburg
    Ab dem 14. Dezember 2025 wird der Nachtzug Zürich–Hamburg mit dem ÖBB Nightjet der neuen Generation ausgestattet sein.
    Diese Züge bieten modernen Komfort wie Minikabinen und private Toiletten und Duschen in allen Schlafabteilen.
    Diese Züge sollen im Laufe des Jahres 2026 auf weiteren Nachtstrecken eingeführt werden.
  • Verlängerung des TGV-Lyria-Verkehrs zwischen Lausanne und Marseille
    Der Service wird 2026 um ein Jahr verlängert.
    Zusätzlich zu den üblichen täglichen Sommerzügen (25. Juni bis 24. August) wird vom 16. April bis zum 2. November ein Verkehr von Donnerstag bis Montag angeboten.

Der geplante Nachtzug Basel – Kopenhagen – Malmö wird nicht realisiert werden, da der Nationalrat die finanzielle Unterstützung von 47 Millionen Franken bis 2030 des Bundes im Rahmen des CO₂-Gesetzes nicht genehmigt hat.
Geplant war, ab dem 15. April 2026 dreimal pro Woche einen Nachtzug Basel SBB–Kopenhagen–Malmö einzuführen der ab Basel am Mittwoch, Freitag und Sonntag starten sollte und ab Kopenhagen/Malmö am Donnerstag, Samstag und Montag.



Die Bestätigung zur Verlängerung der Zugverbindung von Genua nach La Spezia im Frühjahr und Herbst, sowie nach Livorno an den Wochenenden ist noch ausstehend.

SBB digitalisieren Stellwerke

30. November 2025

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) führt das Siemens System »Signaling X« bei der Digitalisierung ihrer Stellwerke ein. Dafür wurde ein Rahmenvertrag mit Siemens Mobility über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Zusätzlich liegt die Option für eine dreimalige Verlängerung von je fünf Jahren vor. Siemens Mobility wird auch die Wartung übernehmen.

Die SBB planen, 80% der bestehenden Stellwerke im Schweizer SBB Netz in den nächsten 20 Jahren zu ersetzen. Dazu ist es geplant, ungefähr 500 Anlagen umzubauen und zu modernisieren. Dazu werden die Ablauflogiken der Stellwerke in zentrale Datenzentren verlagert.

Die erste Inbetriebnahme der Technik ist 2029 geplant.

Durch sie Modernisierung wird es möglich sein, mehr Züge in kürzeren Abständen auf die Strecke zu bringen. Die Maßnahme gehört zu den von den SBB gesteckten Klimazielen.

Mit 3.266 Kilometer ist das SBB-Netz das größte normalspurige Bahnnetz der Schweiz.

Re 4/4 I 10001

Die 1946 gebaute Re4/4 I mit der Nummer 10001 wird gerade bei SBB Historic einer umfassenden Revision unterzogen.

Letztes Jahr (2022) wurden die Drehgestelle in den Werkstätten der Zentralbahn in Meiringen komplett zerlegt und überarbeitet.

In der Zwischenzeit wurden die vier Fahrmotoren durch die Firma Gebr. Meyer revidiert und nachdem sowohl Drehgestelle als auch Fahrmotoren im Depot Olten angekommen waren, konnten alles zusammengebaut werden.

Der Innenraum der alten Dame wurde mit Trockeneis gereinigt. Mit diesem Verfahren können auch starke Verschmutzungen und schmierige Substanzen ohne Beanspruchung der Kabel oder anderen sensiblen Teilen entfernt werden.

Im Frühjahr 2023 soll die Inbetriebsetzung stattfinden und die Leistungen für historische Fahrten ist für Herbst 2023 geplant.

Dann kann sie sicher wieder vor historischen Leichtschnellzügen fotografiert werden wie damals am 10. August 1997, als ich sie (noch auf Diafilm) in Zürich HB ablichtete

Quelle: Newsletter SBB Historic vom 4.3.2023

Typenblatt unter: https://www.sbbarchiv.ch

SBB-Historic: Neue Online-Fahrzeugdatenbank mit Typenskizzen

Die SBB-Historic haben ein umfangreiches historisches Archiv, welches öffentlich zugänglich ist.

Neben vielen anderen interessanten Dokumenten hat SBB-Historic die ersten 55 historischen Schienenfahrzeuge der Sammlung auf der Online-Datenbank zugänglich gemacht.

Die Informationen zu den Fahrzeugen wurden grundlegend überprüft, teilweise neu recherchiert, erweitert und neu gegliedert.

Zu jedem Fahrzeug gibt es ein Typenbild und eine Typenzeichnung. Ergänzt werden die Datensätze mit vielen Fotografien.

Neben den bahngeschichtlichen Hintergründen zu jedem Fahrzeug finden sich eine Chronik sowie zugehörige Zahlen und Fakten auf einem sehr hohen Qualitätsniveau.
Die originalgetreu kolorierten Typenbilder erlauben den direkten Grössenvergleich der Fahrzeuge.

Auch können die Typenbilder genutzt werden, um ganze Züge darzustellen.

Die Datenbank wird ständig erweitert.

Externe Links:
SBB-Historic
Direct zur SBB-Historic Online-Datenbank

Ausbau für Wörth – Strassbourg gefordert

Der Verkehrsausschuss des Nationalrates der Schweiz hat den Schweizer Bundesrat aufgefordert, mit Deutschland und Frankreich über den Ausbau der bis heute nicht elektrifizierten linksrheinischen Strecke von Wörth/Rhein über Lauterbourg nach Strassbourg zu verhandeln.

Die Schweiz sieht auch eine Option, sich an der Finanzierung der Arbeiten in Deutschland zu beteiligen, da sie die Strecke als einen wichtigen Zubringer zur „Neuen Eisenbahn Alpentransversale“ (NEAT) sieht.

Mit wenig Mitteln könne durch den Ausbau eine zusätzliche Kapazität von 60 Güterverkehrstrassen realisiert werden.

Ausserdem würde das Nadelöhr der rechtsrheinischen Rheintalbahn und damit das Ausfallrisiko bei Betriebsstörungen vermindert.

Eine Million Tonnen Kohlendioxid weniger

Tankzug der SBBSBB Cargo ist mit ihren Zügen ungefähr 100 Mal um die Erde gefahren und hat dabei die Umwelt um eine Million Tonnen CO2 entlastet.
Natürlich ist dies nur ein Rechenbeispiel; in Wirklichkeit hat die Güterbahn der SBB im Jahre 2010 über 4 Millionen Kilometer zurückgelegt. Wären die Güter statt auf der Schiene über die Strasse transportiert worden, wären 1 000 000 Tonnen CO2 mehr in die Umwelt gelangt und es hätte 3,8 Millionen mehr Lastwagenfahrten gegeben.

Um den Anreiz für die Kunden zu erhöhen, ihre Güter mit der Bahn zu befördern, schreibt SBB Cargo den „prix éco“ aus. Mit diesem Preis sollen Kunden prämiert werden, die im Jahre 2011 durch Nutzung der Bahn die meisten Treibhausgase einsparen. In drei Kategorien gibt es bis zu je 5000 Schweizer Franken einen sogenannten Kompensationsbeitrag zu „myclimate“; damit kann dann ein Bahntransport nach Wahl komplett klimaneutral abgewickelt werden.

Seit 2009 erstellt SBB Cargo Güterbahn für ihre Kunden individuelle Emissionsreportings mit Energieverbrauch und  Schadstoffausstoß sowie Einsparungen ihrer Güterverkehre und bietet in Kooperation mit der Non-Profit-Organisation myclimate komplett klimaneutrale Gütertransporte an.

Die Gewinner werden Anfang 2012 ausgezeichnet.
Nicolas Perrin, CEO bei SBB Cargo: «Damit unterstützen wir unsere Kunden ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, das Umweltengagement sichtbar zu machen und bieten ihnen so einen unmittelbaren Wettbewerbsvorteil»

Dies zeigt, dass es Möglichkeiten gibt, die Bahn für Güterverkehr attraktiver zu machen. Ich höre jedoch schon wieder die Stimmen, die behaupten, das dies nur in der Schweiz möglich sei.