20 Jahre Deutsche Einheit – Auch für die Eisenbahn

(Fast) Alle feiern heute den Tag der Deutschen Einheit. Dass nach zwanzig Jahren immer noch nicht alles „Einheit“ ist, liegt einfach in der Komplexität der Dinge. Vieles könnte besser sein, noch mehr aber auch schlechter. Belassen wir es dabei, dies ist eine Eisenbahnseite. Und bei der Eisenbahn ist die Einheit täglich erlebbar.Betagte Lokomotiven der damaligen Deutschen Bundesbahn wurden bald auch in den „alten Bundesländern“ von leistungsfähigeren (Elektro-) Lokomotiven der DR abgelöst oder zumindest wurde der Bestand ergänzt. Die Nahverkehrszüge im Raum Stuttgart, Köln oder Nürnberg wurden von Lokomotiven der Baureihe 143 (zuerst nach DR Schema BR 243) bespannt, als Entlastungder BR 140.

In ganz Deutschland reisen jetzt Zugbegleiter aus allen Bundesländern als gemischte Teams in Zügen, die über ausgebaute Strecken von West nach Ost und von Ost nach West unterwegs sind.

Die S-Bahn Berlin, trotz der oft beschriebenen Probleme, hält wieder an allen Stationen, die U-Bahn auch.

Leider hat das Streckensterben nach der „Wende“ auch die „neuen Bundesländer“ erfasst, und die neu „gegründete“ Deutsche Bahn AG hat in vielen Landstrichen versucht, den Rückzug aus der Fläche unumkehrbar zu machen. Dadurch wurde im ganzen neuen Bundesgebiet Unternehmergeist wach und in nicht wenigen Regionen wird der Schienenverkehr jetzt von privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen abgewickelt.

Und bei den historischen Eisenbahnen / Museumsbahnen hat die Deutsche Einheit meist auf der „Westseite“ zu einer Bereicherung geführt, da eben in der ehemaligen DDR sowohl noch brauchbares „Rollmaterial“ vorhanden war als auch die Museumsloks unter besonderer Pflege standen.

Vieles wurde auch durch „West“ bestimmt über „Ost“ am Anfang kaputt gemacht, als westliches Profitdenken ungebremst in die „neuen Bundesländer“ einschlug, aber dies hat sich in den letzten zwanzig Jahren sukzessive relativiert.

Alles in Allem: Deutsche Einheit – ein Grund zum Feiern, auch für die Bahnfans

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