Minderjährige werden aus dem Zug geworfen

„Die familienfreundliche Bahn“ sieht ja schon länger in jedem Fahrgast, der ein falsches Ticket hat, einen potentiellen Schwarzfahrer. Und wehe, wenn es sich um Kinder und Jugendliche handelt…Da wird dann mit voller Härte durchgegriffen und die Kinder an die frische Herbstluft gesetzt.
dabei dürfen die Zugbegleiter laut EVO (Eisenbahnverkehrsordnung) keine Minderjährigen ohne triftigen Grund (sehr präzise) von der Zugfahrt ausschliessen.

Jetzt werden die Zugbegleiter besser geschult und haben auch schon SMS auf das Diensthandy bekommen.

Das waren die Vorfälle, die mich auf die Sache aufmerksam gemacht haben:

22.10.2008:
Da sitzt ein zwölfjähriges Mädchen mit Cello im Zug und stellt fest, dass es ihren Geldbeutel mit der Fahrkarte vergessen hatte. Fahrgäste boten an, das Fahrgeld zu übernehmen, aber die Zugbegleiterin hatte keine Einsicht und expedierte das Mädchen bei einsetzender Dunkelheit am Bahnhof Parkentin in der Nähe von Rostock aus dem Zug. Das Mädchen musste  von dem menschenleeren Bahnhof in der Dunkelheit zu Fuß nach Hause laufen.

07.11.2008

Eine 13 Jahre alte Schülerin wurde im brandenburgischen Wittstock aus dem Zug gesetzt, weil sie ihre Monatskarte und ihr Portemonnaie vergessen hatte. Der Schaffner hat sich geweigert, die Eltern des Mädchens von seinem Diensthandy aus anzurufen.

10.11.2008

Wieder ist eine Minderjährige aus einem Zug der Deutschen Bahn geworfen worden. Das vierzehnjährige Mädchen, das am Montag in einem Regionalzug von Berlin-Spandau auf dem Weg zur Schule war, hatte nur ein Freizeitticket bei sich und nicht gewusst, dass dieses erst nachmittags gültig ist. Und das Geld für den Aufpreis hatte sie nicht dabei.

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