Märklin Museum – leider enttäuschend

Die „Zeit zwischen den Jahren“, wie die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr auch genannt werden, nutze ich traditionell zu einem Besuch im „Märklin Museum“ in Göppingen.

Früher, als das Museum noch in der Holzheimer Strasse war, war das Ambiente natürlich viel schöner als heute im „neuen“ Museum. Dass der Umzug im Zuge der Insolvenzabwicklung notwendig war, habe ich – wie wahrscheinlich die meisten Märklin Fans – eingesehen. Auch dass die Vielfalt der Exponate und auch der ausgestellten Anlagen nicht den Umfang hatten, wie im ursprünglichen Museum, war akzeptabel.
Die erweiterten Einkaufsmöglichkeiten und die „Schnäppchenecke“, die es im alten Museum auch aus Rücksicht auf die lokalen Einzelhändler nicht gab, mögen den Einen oder Anderen erfreuen, ein Ersatz für immer wieder neue Modellbahnanlagen sind diese Einrichtungen nicht.
Der Servicebereich, bei dem man seine Schätze checken lassen kann, ist dagegen eine sehr gute Einrichtung.
Märklin geht es wieder besser, die Kunden haben der Firma die Treue gehalten, jetzt wird es meiner Meinung nach wieder notwendig, das Museum zu einem Schmuckstück zu machen.
Liebe Märklin-Verantwortliche: Eine zunehmend verstaubte Zentralanlage mit zwei bis drei Zügen, die lieblos im Kreis fahren, zeugt nicht davon, dass hier der führende Modellbahnhersteller zu Gange ist. Eure Anlagen wurden früher wenigstens hin und wieder mal erneuert.
Was heute im Museum geboten wird, lockt niemand zum Schauen und Träumen, vor allem nicht den benötigten Nachwuchs, die Kunden von morgen. Da helfen auch die neuen Produkte nichts.

2 Gedanken zu „Märklin Museum – leider enttäuschend“

  1. Tja, ich war nun auch schon drei Mal in den neuen Räumlichkeiten und muss sagen, es ist wahrlich kein Museum, das mit wechselnden Ausstellungen die Besucher lockt. Auch ist es kein Miniatur-Wunderland, kein Mercklingen, kein Ochsenhausen, keine Vereinsanlage, die zum Staunen oder Träumen einlädt. Aber ist es das Ziel, Träume und Staunen zu fördern?

    Was ich viel mehr erlebt habe (unterm Jahr) waren Besucher oder eher Märklinisten aus der ganzen Welt, die den Abstecher nach Göppingen nutzten, um direkt beim Hersteller einkaufen zu können. Und das ob der offensichtlichen Anzahl der Tüten nicht zu knapp. Auch habe ich beobachtet, wie die Chance genutzt wurde Märklins Fachpersonak einmal direkt mit seinen Fragen konfrontieren zu können.

    Es scheint, als dass das Konzept des Salespoints, so traurig es für manche ist, besser funktioniert als ein kostenintensives Ausstellen von alten Bahnen und neuen Dioramen. Besonders dann, wenn die kostbaren Teile auch noch abgesichert werden müssen gegen
    Diebstahl….

    Zum Träumen und Staunen laden mittlerweile Unternehmen mit ganz anderen Intensionen und Mitteln ein… siehe in Hamburg oder Berlin

  2. Du hast absolut Recht: das „Märklin Museum“ ist der Anlaufpunkt für Sammler, nicht für detailverliebte Modellbahner.
    Dass wertvolle Exponate nicht mehr ausgestellt werden, ist verständlich. Dass eine Firma in der Grösse von Märklin nicht hin und wieder eine neue Schauanlage in ihr Museum stellt, weniger. Und wenn es schon die digitalen Komponenten gibt, dann wäre eine Schauanlage mit mehr Zügen und mehr Aktion zumindest auch verkaufsfördent.
    Mit MiWuLa oder Vereinsanlagen, Modulen oder Dioramen muss Märklin nicht verglichen werden, da es in erster Linie ein Unternehmen ist, welches seine Produkte verkaufen will und muss.
    Mir als Modellbahner und Märklin Fan würde es eben gefallen, wenn die Modelle in adäquatem Ambiente fahren würden. Andere Hersteller schaffen es ja auch.

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