IC mit BR 147 im Bahnhof Schwäbisch Gmünd

Schöngeredete Preissenkung

„Die DB AG senkt die Preise für Fernzüge“, so oder so ähnlich lauten in der letzten Zeit die Schlagzeilen in verschiedenen Medien. Tatsächlich werden die Preise für Fernzugverbindungen um ca 10% günstiger.
Richtig ist:
Die DB AG verzichtet – endlich einmal- auf die alljährliche Preissteigerung und lässt die Preise stabil. Zumindest für die Fernzugverbindungen. Zu den Nahverkehrsverbindungen komme ich später.

Die sogenannte „Preissenkung“ ist schilcht und ergreifend die Reduzierung der Mehrwertsteuer, von der Bundesregierung beschlossen, um Bahnfahren attraktiver zu machen. Bahnfahrkarten über 50 Km werden jetzt statt 19% MwSt nur noch 7% fällig, was bei einer „Rückwärtsrechnung“ vom momentanen Endbetrag ca 10% Reduktion bedeutet.

Also keine Rede von „Die DB AG senkt die Preise“; die Nettopreise bleiben dieses Jahr ausnahmsweise gleich und es werden eben auf diese 7% statt 19% MwSt fällig.

Dass es den Verkehrsunternehmen nicht daran gelegen ist, den Wechsel vom Individualverkehr auf die „Öffis“ zu unterstützen, zeigt sich hingegen in Nahverkehr: Die Preise werden – wie jedes Jahr – steigen. Und auch die DB AG macht bei diesen Steigerungen mit.

Ob es wirklich „nur“ 20% der Nahverkehrskunden mit der Preiserhöhung trifft, wie die „FAZ“ in ihrem Artikel schreibt, kann ich nicht prüfen.

Mir ist es in diesen Artikel nur wichtig, aufzuzeigen, dass nict ein Unternehmen wie die Bahn AG die Preise gesenkt hat, sondern dass es keine „Netto-Preissenkung“ geben wird, sondern eine, wenn auch erfreuliche, Anpassung des MwSt Satzes. Es gelten nun bei allen Bahnreisen die 7% MwSt Satz.

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