Neubaustrecke Stuttgart – Ulm wird teurer als geplant

Viele haben schon lange darauf gewartet: Die neue Schnellbahntrasse zwischen Wendlingen und Ulm wird um 43% teurer als im Jahr 2002 errechnet.
Für die 60 Kilometer werden nach heutigem Stand 865 Millionen Euro mehr benötigt werden.
Der Deutschen Bahn AG kann dies egal sein, da sich ihre Beteiligung von 165 Millionen Euro nicht erhöhen wird.
Der Bund übernimmt die Mehrkosten und der Baden-Württembergische Ministerpräsident kann aufatmen: Auch die finanzielle Beteiligung des Landes wird nicht erhöht werden.

Insgesamt sollen sich die Kosten auf 2,89 Milliarden Euro belaufen. Davon sind 200 Millionen Euro der Inflation seit 2002 geschuldet. Der Rest fließt in den Brücken- und den Tunnelbau.
Ministerpräsident Mappus hatte schon angekündigt, daß er den Bau der Neubaustrecke nicht um jeden Preis will. Er kann sich jetzt entspannen, da die Kritiker der Strecke von Kosten ausgegangen sind, die bei 3,5 bis 3,7 Milliarden lagen.

Wie weit sich die Kosten in den neun Jahren veranschlagter Bauzeit noch erhöhen werden, kann nicht gesagt werden. Bahnchef Rüdiger Grube spricht jedoch von einer sehr hohen Planungssicherheit des Eisenbahn Bundesamtes (EBA).

Insgesamt schlagen die Mehrkosten für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke heute schon mit 1,9 Milliarden zu Buche. Dies mobilisiert immer mehr Stuttgart 21 Gegner, die jetzt auch vehementer dafür kämpfen, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof nicht jetzt schon „angegriffen“ wird. S o haben sich Demonstranten in Nordflügel des Bahnhofes mit Leitern Zugang verschafft, um mit einer Sitzblockade ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.
Die Polizei löste die Demonstration auf und die Deutsch Bahn AG will die Demonstranten wegen Hausfriedensbruchs anzeigen.

Es wird an den Plänen festgehalten, den Nordflügel des Bahnhofes bereits im August abzureissen.

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